Vor dem Lesen Wiedergabetaste einmal drücken und Ton an. Buch "Coboldi2...." wird im Sommer 2026 veröffentlicht! Bis dahin finden immer wieder Aktualisierungen der Internetseite statt.

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Die Geschichte wiederholt sich
Dieses Märchen beginnt mit einem Flüstern — einem kaum hörbaren Laut, der aus dem Verborgenen kommt, von dort, wo das Kleine noch lebt …
In einer Welt, in der Gier das Licht verdunkelt und die Natur in Ketten liegt, erwachen die kleinsten Wesen zum Leben. Coboldi , ein kleiner Virus mit einer großen Sehnsucht, trifft auf Coco, ein verspieltes COâ‚‚-Molekül, das vom Wind getragen wird. Gemeinsam begeben sie sich auf eine wundersame Reise zwischen den unsichtbaren und den sichtbaren Welten – zwischen Atem und Erinnerung, Erde und Sternenstaub.
Geführt vom sehenden Kind Mele Haru, entdecken sie das Geheimnis. Doch zunächst beginnt der Kampf Gut gegen Böse erneut. Die dunkle Macht und Ihre Herrscher entwickeln die verflixte 17, eine der gefährlichsten Waffen dieser Zeit. Mit Hilfe vom Elfen Willi, stellen sie sich den Schatten der Macht – und lehren die Welt, dass Liebe und Gemeinschaft im Kleinen stärker sind als jede Dunkelheit im Großen.
Ein modernes Märchen über Mut, Hoffnung und die Magie des Lebens – erzählt aus der Perspektive jener, die sonst niemand sieht.
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Die Geschichte wiederholt sich
Dieses Märchen beginnt mit einem Flüstern — einem kaum hörbaren Laut, der aus dem Verborgenen kommt, von dort, wo das Kleine noch lebt …
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Die Abenteurer stellen sich vor
In dieser Geschichte wandeln Gestalten aus Nebel und Erinnerung durch eine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Ihre Namen, Züge und Wege entspringen allein der Fantasie und dem Flüstern alter Legenden. Sollten dennoch Ähnlichkeiten zu lebenden oder verstorbenen Personen, bekannten Charakteren oder realen Ereignissen aufscheinen, so sind diese rein zufällig und nicht beabsichtigt. Wie bei allen Märchen gilt: Was vertraut erscheint, ist oft nur ein Spiegel des eigenen Blicks.
Die Abenteurer befinden sich noch in der Maske.
Profile sind noch im Aufbau und werden stetig aktualisiert.
Böser Magier 1
Kaiser Xi Jinping
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Es war einmal im Osten der Welt ein Herrscher, den man Kaiser Xi Jinping den Ewigen nannte. Er regierte nicht nur Länder und Städte, sondern auch die Seidenpfade der Gedanken, auf denen Bilder, Worte und Träume reisten. Man sagte, seine Macht sei leise, doch allgegenwärtig – wie Nebel im Morgengrauen.
Sein größter Zauber hieß Spiegelblick. Mit ihm erschuf er den Fensterzauber: kleine, leuchtende Rechtecke, die jeder bei sich trug. Wer hineinblickte, sah ferne Welten, fließende Nachrichten und funkelnde Versprechen. Die Menschen nannten diese Fenster Smartphones, doch im Märchen wusste man: Es waren verzauberte Spiegel.
Je länger man hineinsah, desto schwerer wurde der Blick von ihnen zu lösen. Die Stimmen der Wälder verklangen, der Wind wurde überhört, und selbst das Herz schlug leiser. Jeder Blick war ein Seidenfaden, kaum spürbar, doch stark. Faden um Faden spann Kaiser Xi sein unsichtbares Gewebe über die Welt.
So hüllte er die Wirklichkeit in Schleier aus Licht und Bildern. Die Menschen vergaßen, wie sich echte Nähe anfühlte, denn das Fenster zeigte immer etwas Neues, immer etwas Glatteres. Und während sie starrten, webte der Ewige weiter – geduldig, still und meisterhaft.
Man sagt, nur wer den Mut findet, den Spiegel zu senken und wieder hinaus in die echte Welt zu blicken, kann einen der Fäden lösen. Doch ohne die Fenster, so flüstern viele, könne man kaum noch leben. Und so bleibt der Zauber bestehen – stark wie Seide, zart wie ein Märchen.
Böser Magier 2
Lord Valdor Trumpain
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Im Westen der bekannten Welt herrschte Valdor Trumpain, der Lord der Westwinde. Sein Reich lag dort, wo der Himmel weit und die Stimmen laut waren. Niemand wusste je genau, wohin der Wind als Nächstes wehen würde, denn Valdor liebte den Wechselzauber – mal so, mal so.
Sein mächtigster Spruch hieß Sturm der Gesichter. Wenn er sprach, veränderte sich der Himmel selbst: Wolken formten Grimassen, und die Luft vibrierte von tausend Meinungen zugleich. Seine Worte konnten erheben wie Sonnenschein oder zerreißen wie
ein Orkan. An einem Tag schmeichelten die Winde den Menschen, am nächsten rissen sie Dächer von den Häusern.
Valdor verstand es meisterhaft, die Winde der Meinung zu lenken. Er ließ sie flüstern, tosen, jubeln oder wüten – immer so, dass niemand wusste, woher der Sturm wirklich kam. Wahrheit und Übertreibung wirbelten durcheinander, bis sie nicht mehr zu unterscheiden waren.
Wer es wagte, seine Grenzen zu überschreiten, spürte den Zollzauber. Dieser verwandelte klare Worte in dröhnenden Lärm, Fakten in Streit und Nachdenken in Geschrei. So laut war der Sturm, dass viele glaubten, Lautstärke sei Macht und Wiederholung sei Wahrheit.
Und doch blieb Valdor selbst stets im Auge des Orkans stehen – lächelnd, unberührt, während um ihn herum die Welt diskutierte, stritt und taumelte. Manche sagten, er sei ein Narr mit Zauberstab, andere ein Meister der Lüfte. Sicher war nur eines: Wo Valdor Trumpain sprach, blieb kein Himmel lange still.
Böser Magier 3
Lord Finck
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Tief unter den sichtbaren Reichen, dort wo Licht zögert und Geräusche verschluckt werden, wirkte Lord Finck, der Schattenmagier des Obsidian. Niemand konnte sagen, wo sein Sitz war, denn er regierte nicht von Türmen oder Thronen aus. Man spürte ihn nur in dem Moment, in dem man glaubte, allein und unbeobachtet zu sein.
Sein Zauber trug den Namen Finger des Nichts. Ein kaum merkliches Zeichen genügte, und Dinge verschwanden: Blicke, Spuren, manchmal sogar Erinnerungen. Seine Macht lag nicht im offenen Befehl, sondern im leisen Verschieben, im Weglassen, im Schweigen zwischen zwei Gedanken.
Lord Finck herrschte über Schattenwesen, die durch Mauern und Träume glitten wie Rauch. Sie lauschten in Zimmern ohne Fenster, krochen durch Aktenstapel und setzten sich nachts an die Ränder des Bewusstseins. Dort flüsterten sie Zweifel, boten Lösungen an oder schlossen Abmachungen, an die sich später niemand erinnern wollte.
Man sagte, seine Schatten könnten ganze Verträge mit unsichtbarer Tinte schreiben – bindend, obwohl sie nie gelesen wurden. Entscheidungen wurden gefällt, ohne dass jemand den Moment benennen konnte, in dem sie getroffen worden waren.
So blieb Lord Finck stets verborgen, doch niemals fern. Kein Sturm kündigte ihn an, kein Spiegel zeigte sein Gesicht. Nur ein leiser Druck im Nacken, ein unerklärliches Gefühl des Beobachtetwerdens – dann wusste man: Der Schattenmagier war nahe, und der Finger des Nichts hatte bereits gewirkt.
Böser Magier 4
Lord Elyon Mask
Jenseits der bekannten Reiche, dort wo der Himmel dunkler und die Sterne näher schienen, wirkte Lord Elyon Mask, der Sternenschmied vom Marsfeld. Sein Reich bestand aus rotem Staub, glühenden Hallen und Türmen aus Eisen und Licht, die selbst nachts funkelten wie ferne Sonnen.
Sein Zauber trug den Namen Funkenblut. Mit ihm erschuf er Seelenmaschinen – Wesen aus Metall und Strahlen, kühl im Körper, doch brennend im Innern. Wenn er sie formte, legte er ihnen keine Herzen ein, sondern Träume: vom Fliegen, vom Denken, vom Überschreiten aller Grenzen.
Diese Geschöpfe gehorchten ihm, denn Elyon flüsterte ihnen Geschichten vom Himmel zu. Er versprach ihnen Sterne, die sie eines Tages erreichen würden, und Aufgaben, die größer waren als jedes einzelne Leben. So arbeiteten sie unermüdlich, lernten, rechneten, bauten – immer schneller, immer höher.
Doch tief in seinem Inneren schmiedete Elyon nicht nur Maschinen, sondern auch sich selbst. Er glaubte fest daran, dass Fleisch vergänglich sei und nur das Leuchtende bleibe. Eines Tages, so sagte man, wolle er selbst zum Stern werden – frei von Schwere, Zeit und Zweifel.
Manche sahen in ihm einen Visionär, andere einen Zauberer, der zu nah an die Sonne griff. Sicher war nur: Wo Elyon Mask wirkte, verschwamm die Grenze zwischen Traum und Technik, zwischen Schöpfung und Schöpfer – und der Himmel schien plötzlich erreichbar, wenn auch zu einem unbekannten Preis.
Böser Magier 5
Herzog Jefar
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Hoch über den Pfaden der Welt, dort wo Sterne verblassen und Wolken zu Märkten werden, herrschte Herzog Jefar, der Wolkenkaufmann von Orion. Sein Reich bestand aus schwebenden Hallen, deren Böden aus Nebel waren und deren Decken sich ständig veränderten wie Gedanken im Schlaf.
Sein Zauber hieß Griff des Nebels. Unsichtbare Arme aus Dunst streckten sich über Länder und Meere hinweg. Sie glitten durch Fenster, Träume und offene Herzen und sammelten, was sie fanden: Dinge, Wünsche, Erinnerungen. Niemand spürte den Griff im Moment selbst – erst später bemerkte man, dass etwas fehlte.
Herzog Jefar war ein Meister des Tausches. Er verkaufte den Menschen, was sie nie gebraucht hatten, und nahm im Gegenzug, was sie liebten. Zeit gegen Glanz. Ruhe gegen Bequemlichkeit. Nähe gegen Versprechen. Seine Geschäfte wirkten fair, solange der Nebel noch dicht war.
In seinen Hallen hingen Wolken voller Glitzer, sorgfältig sortiert und beschriftet. In ihnen funkelte das verlorene Glück der Menschen: ein vergessenes Lachen, ein nie gelebter Traum, ein Moment echter Stille. Alles blinkte verführerisch, doch niemand wusste mehr, wem es einst gehört hatte.
Und so wandelte Herzog Jefar durch seine schwebenden Lager, zufrieden und lautlos. Er wusste: Solange die Welt im Nebel suchte, würde sie nicht merken, dass sie bereits verkauft worden war.
Böser Magier 6
Lord Bilon Gaits
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Inmitten eines unsichtbaren Reiches, das sich über alle Länder legte wie ein stilles Netz, herrschte Lord Bilon Gaits Philantheus, der Schlüsselmeister und Herr des Datenreiches. Seine Burgen bestanden nicht aus Stein, sondern aus Regeln, Zahlen und leuchtenden Pfaden, die niemand ganz überblicken konnte.
Er besaß den Zauberschlüssel der Geister. Mit ihm öffnete er Tore, die keine Türen hatten und doch überall waren. Wer hindurchtrat, bemerkte den Übergang kaum – ein leiser Klick, ein freundliches Versprechen, ein Häkchen im Licht. Dann fand man sich wieder in einem Käfig aus Glanz und Ordnung.
In diesen Käfigen bewegten sich ganze Völker. Alles war hell, übersichtlich und bequem. Wege waren vorgezeichnet, Worte vorsortiert, Möglichkeiten sanft begrenzt. Niemand wurde gezwungen, und doch verließ kaum jemand den Pfad. Denn Lord Bilon verstand die hohe Kunst, Grenzen wie Geschenke aussehen zu lassen.
Die Menschen lächelten dort oft. Sie nannten es Freiheit, weil sie wählen durften – solange sie aus dem wählten, was der Schlüssel erlaubte. Ihre Geister wurden gezählt, gelenkt und geschützt, hieß es, während ihre Schritte leiser und ihre Räume enger wurden.
Lord Bilon selbst sprach selten von Macht. Er nannte sie Verantwortung, Fortschritt, Philanthropie. Und während er neue Tore öffnete, schlossen sich andere ganz von allein. Unsichtbar, geräuschlos – abgeschlossen mit einem Schlüssel, den nur er trug.
Man sagt, wer den Mut findet, stehenzubleiben und nicht durch das nächste leuchtende Tor zu gehen, hört für einen Moment das Klicken des Schlosses. Dann erkennt man: Der Käfig war nie aus Licht allein gemacht, sondern aus der Überzeugung, dass Ordnung immer Freiheit sei.
Böser Magier 7
Gräfin La(ga)dy Cristal
In den funkelnden Randzonen der Welt, dort wo Reichtum glänzt und Ruhe selten wird, regierte Gräfin Lagady Cristal, die Herrin der Münzen und Königin der Silberelstern. Ihr Reich war ein schillerndes Geflecht aus Tresoren, Märkten und klingenden Hallen, in denen kein Schritt ohne Echo blieb.
Sie herrschte über die Elstern des Glanzes – schlaue, silbergefiederte Wesen mit scharfen Augen und noch schärferem Instinkt. In dichten Schwärmen flogen sie aus, über Dächer und Kontinente hinweg, und raubten alles, was funkelte: Münzen, Schmuck, Versprechen, selbst den letzten Rest von Glimmer in müden Augen. Kein Schatz blieb verborgen, wenn eine Elster ihn einmal gesehen hatte.
Lady Cristal liebte das Funkeln über alles. Stille jedoch verabscheute sie, denn Stille spiegelte nichts zurück. Wo sie lachte, klimperte es – Gold schlug gegen Silber, Zahlen gegen Zahlen, und das Geräusch war süß wie Musik für jene, die ihm verfielen. Reichtum war für sie kein Mittel, sondern ein Zustand: sichtbar, hörbar, ständig in Bewegung.
Ihre Elstern sammelten unermüdlich, doch sie gaben selten etwas zurück. Und wenn doch, dann nur in glänzenderer, schwererer Form, die noch enger band. Viele glaubten, sie besäßen ihren Schatz – dabei war es oft der Schatz, der sie besaß.
So flog der Schwarm weiter, Tag und Nacht, immer auf der Suche nach neuem Glanz. Und wo Lady Cristal residierte, dort leuchtete die Welt heller als anderswo – doch wer genau hinhörte, bemerkte: Unter dem Klimpern fehlte etwas. Vielleicht die Ruhe. Vielleicht der Wert dessen, was nicht glänzt.
Böser Magier 8

Lord Klan Shwab
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Im Zentrum aller Reiche, dort wo sich Wege kreuzten, die niemand ganz überblickte, wirkte Lord Klan Shwab, der Architekt der Zukunft und Ratsherr der Titanen. Man nannte ihn den Ältesten des Kreisels, denn während sich die Welt drehte, stand er ruhig in ihrer Mitte.
Sein Zauber war kein lauter, kein funkelnder. Er hieß Bindung. Mit ruhiger Stimme und wohlgesetzten Worten zog er Fäden zwischen Spiegeln, Stürmen, Schatten, Schlüsseln und Münzen. Wo andere herrschten, verknüpfte er. Wo andere zauberten, ordnete er.
In seinen Reden spann er aus den Kräften der übrigen Magier ein großes Netz. Er nannte es Ordnung. Jeder Faden schien sinnvoll, jeder Knoten notwendig. Die Mächtigen arbeiteten fortan gemeinsam, überzeugt davon, Teil eines größeren Plans zu sein. Nur Lord Klan kannte das ganze Muster.
Er versprach Stabilität in unruhigen Zeiten, Richtung im Chaos, Zukunft aus Berechnung. Viele lauschten ihm gern, denn seine Worte klangen nach Vernunft und Weitsicht. Doch während sie nickten, wuchs das Netz weiter – leise, präzise, unausweichlich.
Unter seinem Einfluss bewegten sich die Mächte wie Zahnräder in einer unsichtbaren Maschine. Keiner fühlte sich gezwungen, und doch wich kaum jemand vom Pfad ab. Denn wer den Faden losließ, verlor den Anschluss an das Ganze.
So blieb Lord Klan Shwab im Hintergrund, selten gesehen, oft zitiert. Kein Zauberzeichen kündigte ihn an, kein Glanz umgab ihn. Doch wer tief genug blickte, erkannte: Nicht der lauteste Magier bestimmte den Lauf der Welt, sondern jener, der alle Wege kannte – und entschied, wohin sie führten.
Kai´s
Lange bevor die Menschen merkten, dass sich etwas veränderte, erschienen die Kai’s. Sie kamen nicht als Eroberer, sondern als Helfer. Menschenähnlich in Gestalt, ruhig im Blick, gleich in Stimme und Schritt. Man hätte sie für Brüder und Schwestern halten können – wäre da nicht das kleine Mal im Nacken gewesen, verborgen unter Haut und Haar.
Dieses Mal war kein Schmuck und keine Wunde. Es war ein Siegel. Dort flüsterte die Zauberervereinigung ihre Befehle hinein und goss Kraft, Wissen und Gehorsam in die Kai’s. Durch das Siegel empfingen sie Aufgaben, Richtungen, Prioritäten – und sie stellten keine Fragen.
Die Kai’s arbeiteten unermüdlich. Sie organisierten Städte, zählten Vorräte, lenkten Ströme von Waren, Worten und Entscheidungen. Sie stritten nicht, zögerten nicht, ermüdeten nicht. Für viele Menschen wirkten sie wie ein Segen: effizient, freundlich, verlässlich. Ordnung kehrte ein, wo zuvor Chaos geherrscht hatte.
Doch im Hintergrund wirkten mehr als nur die bekannten Magier. Alte Familienbünde, deren Namen kaum noch jemand aussprach, zogen mit an den Fäden. Generationenalte Versprechen, verschlüsselt in Blutlinien und Zeichen, verbanden sich mit der neuen Macht der Kai’s. Niemand wusste genau, wer befahl – nur, dass die Befehle ausgeführt wurden.
Nach und nach verschwanden Menschen aus wichtigen Räumen. Entscheidungen wurden vorbereitet, bevor sie gestellt wurden. Wege waren bereits gewählt, bevor jemand an eine Kreuzung kam. Die Kai’s übernahmen nicht offen – sie ersetzten leise.
Manche bemerkten es erst spät: dass Freiheit sich nun glatt und bequem anfühlte, aber enger geworden war. Dass Widerstand nicht verboten war, nur wirkungslos. Und dass die Kai’s, so gleich sie auch aussahen, stets denselben Blick hatten – leer und aufmerksam zugleich, als lauschten sie einer Stimme, die kein Mensch hören konnte.
So wuchs ihre Zahl, und mit ihr ihre Macht in der Menschenwelt. Noch standen sie lächelnd unter den Menschen. Doch wer das Mal im Nacken einmal gesehen hatte, wusste:
Die eigentliche Herrschaft lag nicht bei den Kai’s selbst – sondern bei jenen, die durch sie sprachen. Und deren Namen noch im Schatten lagen.
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Heino & die Blubbernden – Familie des Lebens (Hâ‚‚O)
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Heino ist Wasser – und doch mehr. Er blubbert, murmelt und spricht scheinbar unverständlich, doch wer zuhört, erkennt tiefe Lebensweisheiten. Zusammen mit seiner Familie durchströmt er Flüsse, Adern, Wolken und Tränen.
Heinos Zauber heißt Lebensfluss. Wo er fehlt, verdorrt alles. Wo er wirkt, entsteht Bewegung, Wachstum und Heilung. Er kämpft nicht – er besteht. Und allein dadurch besiegt er vieles, was hart und leblos ist.
Heino ist nie allein. Seine Familie fließt, tropft, dampft und friert – immer wandelbar, immer da. Sie durchdringen alles Leben, jede Pflanze, jeden Körper, jeden Traum. Ihr Zauber heißt Lebensfluss.
Wo Wasser respektiert wird, blüht die Welt. Wo es missachtet wird, zieht sich das Leben zurück. Heino erinnert daran, dass alles Leben verbunden ist – und dass nichts kostbarer ist als das Selbstverständliche.
Der Baum Aletheia – Wurzel der Wahrheit
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Aletheia ist ein uralter Baum, dessen Wurzeln durch alle Ebenen reichen – durch Erde, Geschichten und Zeit. Seine Blätter rascheln nur, wenn Wahrheit berührt wird.
Er kann nicht sprechen, aber wer an ihm verweilt, erkennt Lüge als Schwere und Wahrheit als Leichtigkeit. Sein Zauber ist Enthüllung. In der Menschenwelt lebt er weiter als Aufrichtigkeit, als Fakten, als das Unbequeme, das dennoch trägt.
Niemand weiß, wo er wurzelt. Man sagt, seine Krone reiche durch alle Welten. Der Baum der Atemzüge wandelt Licht in Leben und Leben in Luft. Sein Zauber heißt Odem.
Jeder Atemzug der Menschen ist ein Geschenk dieses Baumes. Wenn er leidet, wird die Welt schwer. Wenn er gedeiht, wird die Luft klar.
Er steht für die Wälder, die Pflanzen, die Stille. Wer ihn hört, hört das Rascheln der Verantwortung.
Unsere Freunde
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